Worum geht es:
Als Irma wieder ins Dorf ihrer Kindheit zieht, landet sie kurz darauf in der Anderswelt und muss sich dort zurechtfinden. Dabei kommt sie dem Gestaltwandler Iven näher.
Was ich gut fand:
Das Buch entführt Irma und die Lesenden in die Anderswelt mit ihren ganz eigenen Wesen, Magie und Regeln. Es ist liebevoll geschrieben mit viel Atmosphäre. Man lernt Gestaltwandler und Daimonen kennen, die an bekannte Legenden angelehnt sind.
Dabei wird nach und nach deutlich, dass eine Königin über die Anderswesen herrscht und eine Klassengesellschaft zwischen den Wesen mit Gewalt aufrechterhalten wird. Außerdem gibt es Hexen, zunächst augenscheinlich Gegner, aber Irma gerät mehr und mehr ins Zweifeln, welche Seite gut oder böse ist. Ich fand angenehm differenziert, wie beide Gruppen gezeigt werden und zugleich die Kritik an der Hierarchie deutlich wird.
Irma ist eine sympathische Heldin, die trotz ihres speziellen Erbes – the Chosen One lässt grüßen – nicht einfach übermächtig ist, sondern Probleme mit Training und Lernen löst und loyal zu ihren Freunden und ihrer Familie ist.
Schön sind auch die Freundschaften und die zunehmende Beziehung zwischen Iven und Irma. Hier wird ein Love Interest mit Ecken und Kanten gezeigt, meist ohne in die üblichen Romance-Klischees abzudriften (auch wenn der Altersunterschied zwischen den beiden etwas fragwürdig ist).
Was ich nicht so gut fand:
Am Anfang fand ich das Buch etwas langatmig und manche Erklärungen unnötig. Im Laufe des Buches wurde das aber weniger und es nahm an Fahrt auf.
Fazit: Ein spannender Fantasyroman zwischen unserer Welt und Anderswelt.