Iva Moor: Liminal Creatures

Foto vom Buch "Liminal Creatures" neben einer Tasse

Worum geht es:
Der Musiker Evan geht einen Pakt mit Dämonen ein, um seine Probleme mit der Karriere und der Liebe zu lösen. Doch die lassen sich nicht so einfach lösen und die Dämonen bringen mehr als genug eigene mit sich.

Was ich gut fand:
Selten gibt es Bücher, die ich kaum weglegen kann und die mich emotional in eine Achterbahn stürzen. Dieses gehört dazu. Es folgen so viele spannende, witzige, dramatische und tiefgründige Szenen aufeinander, dass ich immer weiter lesen musste. Dabei werden viele wichtige Themen behandelt: Queerer Struggle, die Schwierigkeit, von Kunst zu leben, Selbstausbeutung, im Job klarkommen, wenn man Depressionen hat, und Konkurrenzdenken, um nur einige zu nennen. Das Buch enthält eine Menge Charaktere und doch wird jeder einfühlsam gezeigt mit seiner eigenen Geschichte. Besonders spannend fand ich Zari als asexuellen Succubus, Flor als Abkömmling von Furien, die keine Wut zulassen kann, oder auch die zerbrochene Beziehung zwischen Evan und Yunus.
Es geht außerdem viel um Musik, wovon die Autorin wirklich Ahnung zu haben scheint. Der Schreibstil ist sehr lebendig.
Spoiler:
Ich liebe, dass am Ende tatsächlich eine Lösung gefunden wird, mit der es allen Psychai besser gehen und die Konkurrenz ein Ende haben kann, anstatt dass einfach nur eine Fraktion gewinnen würde.

Was ich nicht so gut fand:
Im letzten Teil des Buches war irgendwann für mich die Luft etwas raus.
Stellenweise enthält der Schreibstil blumige Formulierungen, die mir persönlich nicht so zusagen.

Fazit: Spannende Urban Fantasy voller Queerness und Mental Health-Themen.

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