Yola Stahl: Eine Blume aus Gift und Eisen

Das Buch "Eine Blume aus Gift und Eisen" neben einem Glas mit Latte Macchiato.

Worum geht es:

In einer magischen Version von London im 19. Jahrhundert werden die Hexe Nastasia und die Dryade Moosblüte beauftragt, ein wertvolles Artefakt zu rauben. Doch hinter dem Artefakt steckt viel mehr …

Was ich gut fand:

Das Buch erweckt das London des 19. Jahrhunderts mit vielen Details zum Leben und verknüpft Reales mit Magischem, von den Opiumstuben und Gefängnissen bis zu den Bällen der Oberschicht, voller Fabelwesen und faszinierenden Artefakten. Passend dazu gibt es liebevolle Illustrationen mit echten Bildern aus der Zeit, die die Autorin an das magische Setting angepasst hat.

Die Welt ist von politischen Konflikten und Kriegen durchzogen, die einen ernsten Hintergrund darstellen. Doch im Vordergrund steht zunächst der Einbruch und der Raub des Artefakts. Dazu trommeln Nastasia und Moosblüte eine Gruppe von Außenseitern zusammen, die alle etwas Interessantes an sich haben. Die Handlung rund um die Einbrüche ist rasant und spannend, unter anderem spielen die zwei in einem Theaterstück mit, um sich in den Tower zu schmuggeln.

Die Liebesgeschichte zwischen Nastasia und Moosblüte fand ich nachempfindbar geschildert. Es ist eine konflikthafte On-Off-Beziehung zwischen zwei von Traumata geplagten Frauen, aber dennoch spürt man die Liebe zwischen den beiden und es ist angenehm untoxisch.

Was ich nicht so gut fand:

Ab einem gewissen Punkt treten die bisherigen Themen in den Hintergrund. Stattdessen geht es um Wesen, die programmiert sind und aus einer anderen Welt kommen, und Gottheiten, die Krieg gegeneinander führen. All das passte für mich nicht so richtig zum restlichen Setting. Ich hätte es cooler gefunden, beim magischen, aber dennoch realistischen London mit den Problemen des 19. Jahrhunderts zu bleiben und diese Themen dafür tiefergehender zu behandeln.

Fazit:

Ein magisches London im 19. Jahrhundert mit viel Atmosphäre und eine rasante Heist-Story.

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